• JustIQ_Team-und-Schulleiter-Uwe-Krakau_h
So nennt sich eine Initiative der Stadt Gelsenkirchen und meint damit: "Jugend stärken im Quartier." Ziel ist die  Förderung von jungen Menschen, deren finanzieller oder sozialer Hintergrund das Leben auf den Kopf stellt.

 

Soziale Förderung muss vor Ort, also in den Stadtteilen und Schulen zu Ergebnissen führen. Reiner Neuberg-Hahn stellte am ersten Februar konkrete Projekte seiner Crew vor.  BTG-Schulleiter Uwe Krakau und sein Lehrerkollegium waren begeistert von den Förderprogrammen. Schul-Sozialarbeiterin Stefanie Bielefeld wird die Projekte koordinieren.

 

Oben im Bild von l.n.r.: Cihan Karakurt, Reiner Neuberg-Hahn, Schulleiter Uwe Krakau und Sabine Libreri

 

 

Die anwesenden Lehrer konnten zunächst ihre Wünsche und Vorstellungen vorbringen. Sie sehen besonderen Handlungsbedarf bei Dolmetschern für Internationale Förderklassen  und wünschen sich Hilfe bei der Beratung der Berufsplanung.  Aber  auch in anderen Klassen gibt es Schüler, die dringenden Förderbedarf haben. Sozialarbeiter sollten Gespräche führen im familiären Kontext. Außerdem sollte ein Sozialarbeiter auch über 18 jährige junge Erwachsene betreuen. Denn oft fallen junge Erwachsene aus Förderprogrammen heraus, da ab 18 Jahren das Jugendamt nicht mehr für sie zuständig ist. Orientierung und Hilfe sind aber meist trotz Volljährigkeit doch noch erforderlich  um den Alltag zu bewältigen. Möglichst frühzeitig sollten Probleme erkannt werden und unter Mithilfe von Sozialarbeitern, Dolmetschern und Kommunikationstrainings die eigenen Stärken und Schwächen von Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen heraus kristallisiert werden. 

Sabine Libreri und Cihan Karakurt berichteten über ihre Erfahrungen mit Just IQ an anderen Gelsenkirchener Schulen. Über Kommunikationstrainings in der Sporthalle können individuelle Unsicherheiten im Umgang mit anderen Menschen trainiert und verbalisiert werden. Auch die Konfrontation mit Gewalt im Alltag und Deeskalationstrategien gehören dazu. 

Durch ein Theaterprojekt lassen sich Lese- und Schreibschwächen verringern, da dies einen spielerischen und emotionalen Zugang zur Sprache ermöglicht. 

Das Projekt JustIQ - Jugend stärken im Quartier - Gelsenkirchen wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und den Europäischen Sozialfonds  (ESF). Ziel der Europäischen Union ist es, dass alle Menschen eine berufliche Perspektive erhalten. Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt soll so abgebaut werden. 

 S. Jeske, BTG, 02.02.2017

Zum Seitenanfang
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com