Im April und Mai 2018 besuchten zwölf Berufsschüler aus Frankreich in Begleitung ihrer Lehrer vom Lycée Professionnel Paul Langevin in St. Joseph für vier Wochen das BTG  in Gelsenkirchen. Neben Unterrichtsbesuchen und einem kulturellen Begleitprogramm absolvierten sie ein dreiwöchiges Praktikum in Elektrobetrieben unserer Stadt.

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 Gehört La Réunion zur EU?

St. Joseph befindet sich im Süden der Vulkaninsel La Réunion, gelegen zwischen Mauritius und Madagaskar. Die Insel gehört zu Frankreich und ist damit der südlichste Teil der Europäischen Union. Mit Unterstützung des europäischen Austauschprogramms Erasmus+ konnten die Schüler ihr letztes Betriebspraktikum im Ausland machen. Eine großartige Chance für die jungen Leute, die zum Teil zuvor noch nie ihre Insel verlassen haben! Ziel des Mobilitätsprojektes Erasmus+  ist es, jungen Menschen in der Beruflichen Bildung die Möglichkeit zum Arbeiten im Ausland zu ermöglichen. Gefördert werden natürlich alle Mitgliedsstaaten.

 

 

Schulbesuch und kulturelles Rahmenprogramm

Nach einer mehr als zehnstündigen Flugreise mit Umsteigen in Paris bezogen die jungen Leute schließlich am 7. April ihr Quartier im Gästehaus „Schacht III“ nahe bei Schloss Horst. Zu Beginn der Schulwoche wurden sie im Berufskolleg für Technik und Gestaltung durch den Schulleiter Uwe Krakau begrüßt, von den Kollegen durch Fachräume und Werkstätten geführt und schließlich von Schülern des BTG in den Unterricht mitgenommen. Im Elektrolabor haben die BTG-Schüler die französischen Gäste sehr freundlich und engagiert betreut und in die Arbeit einbezogen.

 

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Weiter lernten sie die Gelsenkirchener Altstadt kennen, verbunden mit kleinen Rundgängen durch das Hans-Sachs-Haus und durch die Propsteikirche St. Augustinus. Hier gab es erste Informationen über die wechselvolle Geschichte unserer Stadt, geprägt vom Steinkohlenbergbau und von der Stahlindustrie. Eine Führung durch die Arena von Schalke 04 zeigte die Bedeutung des Gelsenkirchener Fußballs.

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In den darauffolgenden Tagen schlossen sich weitere Fahrten in die Umgebung an: zum Ruhrmuseum in der Zeche Zollverein, in Oberhausen zum Gasometer und zum Centro, zum Kraftwerk in Scholven und schließlich ein Ausflug zum Kölner Dom. Zwischendurch wurden auch die Praktikumsbetriebe erstmalig aufgesucht, um einen reibungslosen Start in die Praktikumszeit zu gewährleisten.

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 Erasmus+ Programm Berufliche Mobilität: 3 Wochen Praktikum und kultureller Austausch


Seit dem 16. April befanden sich die Schüler nun in Betrieben der Elektrotechnik, um die dort Beschäftigten bei der Arbeit zu begleiten und einen Einblick in das duale Ausbildungssystem zu gewinnen. Drei Wochen lang lernten sie den Berufsalltag im deutschen Elektro-Handwerk kennen, verbunden mit zahlreichen Anregungen auch über das Arbeitsleben hinaus.

An den Wochenenden gab es weitere Aktivitäten, die dem weiteren Kennenlernen des Ruhrgebiets und seiner Kultur sowie der Erholung dienten: in Essen erkundeten die Schüler die Innenstadt und den Stadtsüden mit Baldeneysee und Essen-Werden. In Bochum besuchten sie das Bergbaumuseum und das Zweitligaspiel des VfL Bochum gegen Erzgebirge Aue. In Gelsenkirchen nahmen sie an einer Führung durch die Arena des FC Schalke teil sowie am Street-Food-Music-Festival und am Kanalfest im Nordsternpark. Auf ihrer „Weltreise an einem Tag“ in der ZOOM-Erlebniswelt trafen sie auf das Eisbärbaby Nanook.

Am 1. Mai schließlich besuchten die Schüler den Tag der Offenen Tür des Gelsenkirchener Kanu Clubs. Die Verantwortlichen des Kanu Clubs hatten die Gruppe aus La Réunion zu einem besonderen Erlebnis eingeladen: Eine gemeinsame Fahrt mit dem großen Drachenboot auf dem Rhein-Herne-Kanal! Sicher geführt und angeleitet von den Steuerleuten Marc und Malte paddelten die jungen Leute, das Boot  "Frau Malzahn" zum Hafen Grimberg und zurück zum Steg. Herzlichen Dank an den Gelsenkirchener Kanu Club für diesen Höhepunkt am Ende des Aufenthalts hier in Deutschland!

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Natürlich danken die betreuenden Lehrer des BTG und des Lycée Paul Langevin auch allen anderen Beteiligten, die dieses europäische Mobilitätsprogramm der beruflichen Bildung unterstützten bzw. überhaupt ermöglichten. Dies sind zunächst das Austauschprogramm Erasmus+, die beteiligten Schüler, die Leitung des Gästehauses Schacht III in Horst, das Uniper-Kraftwerk in Scholven.

Vor allem aber sind es die Betriebe, die den jungen Franzosen einen Praktikumsplatz zur Verfügung stellten: Wir danken den Geschäftsführungen und den Mitarbeitern der Unternehmen Dopmeier & Bambach GmbH, Marko George Elektrotechnik, Gerhardt Elektro GmbH, Elektrotechnik in der Beek, Wilhelm Klein Elektroanlagen GmbH, Elektro- und Solartechnik Jürgen Kuras, Elektroanlagen Hans-J. Muß GmbH, Elektro Spiekermann, Vonovia Gelsenkirchen sowie der Westfälischen Hochschule.
Dieses Engagement der Betriebe ist umso höher zu schätzen, als die Betreuung von Praktikanten mit beschränkten Deutsch- bzw. Englischkenntnissen eine besondere Herausforderung darstellt! Für die dabei bisher erfahrene große Offenheit und Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Flexibilität sagen die beteiligten Schüler und Lehrer noch einmal sehr herzlich „Merci beaucoup“!


Das BTG hat seinerseits Fördermittel bei Erasmus+ beantragt, um der Gegeneinladung der französischen Partnerschule folgen zu können. Diese Mittel für einen Aufenthalt im Rahmen von Unterricht im Berufsfeld und von Betriebspraktika sind soeben bewilligt worden. So werden nun auch Schülerinnen und Schüler des Gelsenkirchener Berufskollegs für Technik und Gestaltung im kommenden Jahr die Möglichkeit erhalten, an einem Mobilitätsprojekt der beruflichen Bildung auf der französischen Insel La Réunion teilzunehmen!

Text: Wolfgang Beneken, Anja Kirch (Erasmus+ Koordinatorin)

Fotos: Wolfgang Beneken, Sieglinde Jeske

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