Schüler der Ausbildungsvorbereitung Metall  und Rainer Cress überreichten  dem Maler Karl-Heinz Rotthoff einen Bilderrahmen aus Edelstahl. Die Stadt Gelsenkirchen wird das Bild aufhängen in der Gelsenkirchener U-Bahn-Station Heinrich-König-Platz. Die WAZ berichtete am 11.03.2016.  Am 17. März hielt der Künstler einen Vortrag vor unseren Schülern zur Person Heinrich König.

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/kuenstler-und-schueler-gestalten-u-bahn-haltestelle-id11640787.html

Die Idee von Joachim Eschenröder (Vorstandsbereich der Stadtverwaltung Gelsenkirchen) war es die U-Bahn Haltestelle in Gelsenkirchen-Mitte vor dem Hans-Sachs-Haus zu verschönern. Der Maler Karl-Heinz  Rotthoff zeigt sich von der Idee begeistert und erklärte sich bereit, mehrere seiner Bilder zur Verfügung zu stellen.  Joachim Eschenröder hatte auch die Idee zu dem Schülerprojekt und sprach mit dem Berufskolleg für Technik und Gestaltung Gelsenkirchen.  Lehrer Rainer Cress und die Schüler der BFSMV1 freuten sich. Werkstattpraxis wird zwar immer im Unterricht durchgeführt, aber spannender ist es doch, wenn das eigene Tun auch außerhalb der Schule vorgezeigt werden kann.  Die Arbeitsgruppe fertigte unter Anleitung von Lehrer Cress in der Metallwerkstatt des BTG einen Rahmen aus Edelstahl. Die Überreichung des Bildes inklusive Rahmen an die Stadt Gelsenkirchen erfolgte  am 10.03.2016. 

Diplom-Ingenieur Thorsten Dahlmann vom Referat  Verkehr der Stadt Gelsenkirchen wird einen Auftrag vergeben an eine nicht-städtische Firma, die für das Aufhängen des Bildes in der  U-Bahn-Station sorgt.  

 

Arbeitsvorgänge

Mehrere Arbeitsgänge waren erforderlich um den Rahmen aus Edelstahl zu fertigen. Er besteht aus einem Außenrahmen aus Stahlrohr, der Innenrahmen entstand aus Flacheisen, beides wurde dann zum Rahmen zusammen geschweißt. Außerdem mussten Halterungen gefertigt werden für die Wandmontage in der U-Bahn-Station. Das Bild des Malers Rotthoff wird auf den Innenrahmen unter Plexiglas gesetzt, darauf montiert man anschließend den Außenrahmen.

 
Vortrag von Karl-Heinz Rotthoff zur Person von Heinrich-König

Eindrucksvoll hielt der Künstler einen Vortrag vor den Schülern der BFSMV1 (einjährige Berufsfachschule Metall mit Ziel HSA10) und BFSEV2 (einjährige Berufsfachschule Elektrotechnik - Ziel FOR).

 

 

 

 

Er zeigt wichtige Stationen im Leben von Heinrich König auf, der während der Zeit des Nationalsozialismus als Pfarrer in Gelsenkirchen tätig war und schließlich im Konzentrationslager sein Leben verlor. 

1935 wurde König Vikar an der Propsteikirche St. Augustinus in Gelsenkirchen. Hier kümmerte er sich besonders um die Pfarrjugend, wirkte als Krankenseelsorger, war Präses der Kolpingsfamilie. Seine kritische Position zum NS-Regime äußerte er deutlich. Er wurde 1942 in das Konzentrationslager Dachau gebracht und starb nach Medikamentenversuchen, die Ärzte des NS-Regimes an Menschen ohne deren Einwilligung durchführten. 

Rotthoffs Bild, das in der U-Bahn-Station hängen wird, zeigt die Kirche, in der Heinrich-König tätig war.

Der Künstler Rotthoff mahnte, dass wir alle die Zeiten von Unfreiheit und politischen Druck immer wieder in Erinnerung bringen müssten, damit derartiges nicht wieder auflebt. Die Stadt Gelsenkirchen legt mit der Benennung von Straßen, Plätzen und wie in diesem Fall  U-Bahn-Stationen Wert darauf, dass die schlimme Zeit der Judenvernichtung oder  Verfolgung  von politischen Gegnern  oder Minderheiten während des Dritten Reiches deutlich in Erinnerung bleibt.

Eingeladen hatten hierzu Lehrer Rainer Cress, Religionslehrer Wolfgang Beneken und Herbert Neumann (Abteilungsleitung Grundbildung). Anwesend waren außerdem die Lehrerinnen Kirch und Lohrke.

 

S. Jeske, BTG, 17.03.2016

 

 

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